Entspannt innere Türen öffnen

Einen Menschen in Trance zu versetzen, bezeichnet man als hypnotisieren. In diesem Entspannungszustand findet man Zugang zu unbewussten Ressourcen. Hypnose ist ein sehr altes Verfahren, das in vielen Kulturen für Heilzwecke angewandt wird – und auch als moderne Therapieform anerkannt ist.

In den 1960er Jahren entwickelte Milton Erickson eine neue Hypnosetechnik in Amerika: Der Verstand und die Willenskraft des Klienten werden in die Arbeit mit einbezogen. Somit hat Erickson das wunderbare Instrument der Hypnose von seinem Ruf der Manipulation befreit und als ganzheitliche Heilmethode wiederentdeckt und weiterentwickelt.

Entdeckung des kreativen Potenzials
Trance ist kein passiver Zustand, vielmehr laufen dabei im Menschen aktive Prozesse ab. Zeitgefühl und Wahrnehmung verändern sich, das bildhafte Denken wird verstärkt. In diesem Zustand sind physiologische Veränderungen nachweisbar: die Atem- und Herzfrequenz vermindert sich, der Blutdruck sinkt, und Stresshormone werden reduziert.

Die Hypnose bedeutet für den Körper eine Phase der Erholung, bei der gleichzeitig die Widerstandskräfte und das Immunsystem gestärkt werden. Schritt für Schritt schließt sich der Klient an sein kreatives Potenzial an, wird offen für Neues und Unbekanntes.

Der wohl bedeutendste Praktiker und Lehrer der modernen Hypnosetherapie (1901-1980)

Ihm ist es zu verdanken, dass Hypnose in der Psychotherapie wieder häufiger eingesetzt wird. Er entwickelte einen neuen Ansatz, der die Individualität betont und es daher notwendig macht, für jeden Klienten einen besonderen Ansatz und Zugang zu finden. Erickson betont ferner die positive Rolle des Unbewussten. Anders als bei Freud ist für Erickson das Unbewusste eine unerschöpfliche Ressource zur kreativen Selbstheilung. Schon zu Lebzeiten hatte sich Erickson den Ruf eines Meisters der Hypnose erworben.

„Das Unterbewusste ist sehr viel weiser als das bewusste Denken.”

Milton Erickson